Ehret die Frauen! sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Doch Vorsicht, sie lieben auch Tand, und machen uns Herren das Leben komplex: wir denken itzo an Ödipus Rex.
Wahrlich sie fesseln uns mit dem Blicke, basteln gar schelmisch an mancher Tücke. Doch ihrer Liebreiz verwischt jede Spur. Sie toben im Bette nach ihrer Natur.
Längst nicht zufrieden mit stillerem Ruhme, Brechen die Damen des Augenblicks Blume, Regen und pflegen mit lieblichem Fleiße, inniglich sich: im Auge das Weiße!
Frei sind sie jetzt in all ihrem Wirken, tummeln sich gar in eigenen Bezirken, wo unsereiner nur staunend verzagt hier und dorte gleich gar nichts mehr wagt.
Und das ist gut so, denn unser Sinnen und alles so Trachten kann man in nuce hauptsächlich verachten, denn sittlich steht es keineswegs hoch im Gegenteil niedrig ist´s noch und noch.
Drum tragen wir vor die edle Bitte führet, ihr Frauen, das Zepter der Sitte!
3 Kommentare:
haaaach!!! hab ich gut geschlafen und bin nun so richtig ausgeruht - auf zu neuen, abenteuerlichen taten!
Ehret die Frauen
Ehret die Frauen! sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Doch Vorsicht, sie lieben auch Tand,
und machen uns Herren das Leben komplex:
wir denken itzo an Ödipus Rex.
Wahrlich sie fesseln uns mit dem Blicke,
basteln gar schelmisch an mancher Tücke.
Doch ihrer Liebreiz verwischt jede Spur.
Sie toben im Bette nach ihrer Natur.
Längst nicht zufrieden mit stillerem Ruhme,
Brechen die Damen des Augenblicks Blume,
Regen und pflegen mit lieblichem Fleiße,
inniglich sich: im Auge das Weiße!
Frei sind sie jetzt in all ihrem Wirken,
tummeln sich gar in eigenen Bezirken,
wo unsereiner nur staunend verzagt
hier und dorte gleich gar nichts mehr wagt.
Und das ist gut so,
denn unser Sinnen und alles so Trachten
kann man in nuce hauptsächlich verachten,
denn sittlich steht es keineswegs hoch
im Gegenteil niedrig ist´s noch und noch.
Drum tragen wir vor die edle Bitte
führet, ihr Frauen, das Zepter der Sitte!
Schiller, Friedrich (1759-1805)
an Fritz
LÉDÁVAL A BÁLBAN
Sikolt a zene, tornyosul, omlik
Parfümös, boldog, forró, ifju pára
S a rózsakoszorús ifjak, leányok
Rettenve néznek egy fekete párra.
»Kik ezek?« S mi bús csöndben belépünk.
Halál-arcunk sötét fátyollal óvjuk
S hervadt, régi rózsa-koszoruinkat
A víg teremben némán szerte-szórjuk.
Elhal a zene s a víg teremben
Téli szél zúg s elalusznak a lángok.
Mi táncba kezdünk és sírva, dideregve
Rebbennek szét a boldog mátka-párok.
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